Wegen Corona war 2021 kein eigener 777-Lauf möglich, also habe ich mich noch einmal für den Berlin-Marathon beworben. Nachdem ich im Losverfahren einen Startplatz bekommen hatte und im August feststand, dass das Rennen tatsächlich stattfinden würde, war die Vorfreude entsprechend groß – endlich wieder ein echter Wettkampf.
Wermutstropfen Frühstückslauf
Der sonst übliche Frühstückslauf am Samstag fiel den Corona-Auflagen zum Opfer. Also musste ein eigener Warm-up-Lauf vom Hotel zum Alexanderplatz herhalten: 7,59 km bei einer Pace von 5:45 Min./km.
Der Lauf-Tag
Früh aufgestanden, im Zimmer gefrühstückt und ausreichend gedehnt. Die Kleidung lag schon vom Vortag bereit, sodass ich zügig mit der U-Bahn vom Hotel zum Startbereich fahren konnte. Als Mitglied von Team Erdinger Alkoholfrei durfte ich mich in deren Bereich noch mental und verpflegungstechnisch vorbereiten, bevor es in den Startblock ging.
Der Lauf startet
Die Strategie war wie immer simpel: laufen, an jeder Getränkestation etwas trinken – und weiterlaufen. Schon nach den ersten Kilometern fühlte ich mich gut und lief entsprechend zügig an. Die ersten 5 km schaffte ich in 23:45 Minuten, eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 4:45 Min./km. Dieses Tempo hielt ich bis Kilometer 15, danach pendelte sich die Pace über die nächsten 10 km zwischen 5:02 und 5:08 Min./km ein. Die Halbmarathon-Marke erreichte ich in 1:42:09 – bereits eine neue persönliche Bestzeit auf dieser Distanz.
Persönliche Bestzeit vor Augen
Ab Kilometer 25 wurde ich spürbar langsamer, die Sonne begann zusätzlich auszutrocknen, und der Flüssigkeitsverlust musste ausgeglichen werden. Zwischen km 25 und km 40 lag meine Pace nur noch zwischen 5:23 und 5:38 Min./km. Die Uhr zeigte mir trotzdem: Eine neue Bestzeit war drin, auch wenn 3:30 Std. nicht mehr realistisch waren. Also noch einmal zulegen auf den letzten Kilometern – und im Ziel stand eine Zeit von 3:35:55 Std., meine bis dahin schnellste Marathonzeit.
